National Instruments zählt zu den weltweit führenden Anbietern von Lösungen für die Prüf-, Mess-, Steuer- und Regeltechnik. Das Unternehmen stellt nicht nur modular aufgebaute Software, Treiber und Hardware her, sondern bietet auch eine Plattform zum branchenübergreifenden Austausch. Progressiv wie der technologische Fortschritt entwickelt sich auch das entsprechende Event. Die ehemaligen NI Days sind durch das neue Format NISummit abgelöst worden. Die neue Veranstaltungsreihe sorgt für noch fokussiertere Zusammenarbeit der Fachexperten: Am 04.10.2018 gab es im Kursaal Bern eine Exhibition und Presentation Tracks, die Einblicke in aktuelle Forschungsprojekte und Innovationen in den Bereichen Test & Measurement sowie Software Development boten.

Unsere Kollegen Andy Tonazzi (CEO), Hansruedi Graf (Business Unit Leiter Embedded Systems), Roger Billeter (Junior Embedded Systems Engineer) und Tobias Oberle (Embedded Systems Engineer) waren mit einem Stand vor Ort und machten folgende Highlights für Sie ausfindig.

Effiziente Software-Entwicklung durch regelmässiges Testing: LabVIEW

Dass ein umfangreiches Testing essenziell für jedes Unternehmen ist, brachte der Vortrag «Testing as an Essential Aspect of Any Software Development with LabVIEW» von Matthias Kubli und Andreas Scheuber gekonnt auf den Punkt. Denn frühzeitiges Testing eliminiert Bugs, kontinuierliches Testing (Test Driven Development) zeigt unmittelbar Schwachstellen und Nachbesserungsbedarf im Programmiercode auf. Werden beide Vorgehensweisen in den Entwicklungsprozess von Software integriert, hat das Unternehmen mit minimalem Aufwand für einen wirtschaftlichen Mehrwert gesorgt. Das Tool LabVIEW setzt genau hier an und bietet mehrere Optionen, um ein effizientes Testing durchzuführen.

Statische Code Analyse

Die statische Code Analyse überprüft den Code auf mögliche Fehler und Styleguide Verletzungen. Dabei wird der Code weder kompiliert noch ausgeführt. So ist es z.B. möglich, die Verschachtelungstiefe von VIs zu ermitteln oder Unreachable/Unused Code zu finden.

Dynamische Code Analyse

Mittels dynamischer Code Analyse kann das Verhalten des Codes während der Ausführung überprüft und getracked werden. So kann das Speicherverhalten abgebildet und Informationen über die zeitliche Ausführung von VIs und das Auftreten von Events chronologisch aufgezeigt werden.

Unit Tests

Dank Unit Tests können über die Connector Pane Schnittstelle alle Anforderungen an den Code überprüft werden. Durch das Erstellen von Unit Test werden einzelne VIs mit mehreren Testvektoren getestet. Ob der Unit Test vor oder nach der Implementierung erstellt wird, spielt keine Rolle. Die Tests lassen sich reproduzieren.

Automatisierung von Tests

Automatisierte Tests fassen in Testing Reports alle Informationen über getestete Software zuverlässig und übersichtlich zusammen. Somit wird der Programmierer entlastet und kann sich auf sein eigentliches Tagesgeschäft konzentrieren. Daher ist es gleich in mehrfacher Hinsicht sinnvoll, möglichst viele Tests automatisiert auszuspielen.

Unkomplizierte Realisierung von Prototypen: DAS von LEM

Gauthier Plagne und Jimmy Perrin von der Firma LEM stellten in ihrem Vortrag «Automated Sensor Test: From R&D to Production» ihre Software-Lösung DAS (Data Aquisition Software) vor. Hierbei handelt es sich um eine NI-Teststand basierte Plattform in einem NI PXI Chassis. Dazu erstellt LEM zur gesamten HW Peripherie Software Bibliotheken. Durch die Nutzung der Geräte-Bibliotheken kann ein Nutzer ohne grossen Aufwand oder mit nur wenig Vorwissen selbst komplexe Prüfsequenzen für Produkte und Prototypen realisieren. Da DAS stets auf der gleichen HW Basis beruht, ist die Bildung von Instanzen für den produktiven Einsatz recht simpel. Unterschiede zwischen Entwicklungs- und Produktionssystemen wären beispielsweise das parallele Testing mehrerer Prüflinge, das User Interface für den produktiven Einsatz und die feste Zuordnung zu einer Produktfamilie der Plattforminstanz. Bei der Entwicklung von DAS lag das Augenmerk auf der Standardisierung und einfacher Erweiterbarkeit durch Abstraktion der Peripherie.

Remote zu Anlagenüberwachung und Weiterentwicklung: NI SystemLink

Unter dem Titel «Introducing NI Technologies to Create Distributed Applications» gab NI einen Ausblick auf die Zukunft der vollumfänglichen Anlagenwartung. Im Vortrag von Dr. Fabian Wehnekamp wurde das Software-Tool NI SystemLink vorgestellt. Dieses ermöglicht, sogar eine grosse Anzahl von Anlagen Remote zu überwachen, anzusteuern, zu kalibrieren und weiterzuentwickeln. Hierfür nutzt NI SystemLink eine browserbasierte Oberfläche. Eine Integration in bestehende Infrastruktur, native Integration in NI Produkte und Kopplung mit Third Party Software wie beispielsweise Python, C++ oder .Net Framework ist problemlos möglich. Ebenso die Integration in Cloudlösungen wie Microsoft Azure und Amazon Webservices.

Der Fokus von NI SystemLink liegt allerdings nicht ausschließlich auf Deployment. Denn die Integration von Source Control Tools wie GitHub oder SVN zeigen, das NI zukünftig verstärkt auf Software-Entwicklungsprozesse setzt und somit auch die Metaebene der Softwareentwicklung erreichen möchte. Dies wird bestätigt durch die Integration von Build Automation Lösungen wie Jenkins und einem neuen Code Diff Tool. Des Weiteren kann NI SystemLink den produktiven Einsatz von NI Produkten durch automatisierte Benachrichtigungen unterstützen. Werden beispielsweise Grenzen der produktiven Prozesse erreicht, wird der verantwortliche Produktionsleiter unmittelbar informiert und kann adäquat und ohne bzw. minimaler DownTime reagieren.

 

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